Sturm, Stromausfall und Hochwasser
Sturmschäden, Hochwasser und ein Stromausfall in Teilen der Stadt: Am Donnerstagabend und teilweise noch am Freitagmorgen hatten Feuerwehr, Servicetechniker der Stadtwerke und Mitarbeiter des Bauhofes alle Hände voll zu tun.
Sturmtief Zoltan sorgte nach Angaben des stellvertretenden Stadtbrandmeisters Carsten Einhoff für insgesamt acht Einsätze der Feuerwehr. Der größte und auch langwierigste war die Beseitigung eines rund 15 Meter langen Baumes auf der Westbeverner Straße im Bereich Klatenberg. Um die Gefahr für den Straßenverkehr zu beseitigen, zersägten die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr den Baum mit einer Kettensäge von der Drehleiter aus und reinigten anschließend die Straße. Dafür musste die Landesstraße rund eine halbe Stunde lang voll gesperrt werden. Insgesamt waren 14 Kräfte mit drei Fahrzeugen etwa eineinhalb Stunden im Einsatz.
„Auf der Rückfahrt zur Wache zog die Besatzung des Löschfahrzeugs im Auftrag des Ordnungsamts noch einige Gullydeckel an der Kreuzung Ostbeverner und Westbeverner Straße heraus, um eine Überflutung der Straße zu beseitigen“, heißt es im Bericht.
Bereits am Nachmittag war die Feuerwehr zu einem umgestürzten Baum auf der Kreisstraße in Richtung Milte alarmiert worden. Den hatte jedoch vor dem Eintreffen der Wehr bereits ein Anwohner beseitigt. Ein voll gelaufener Keller und weitere Sturmschäden forderten die Ehrenamtlichen danach noch.
Ein umgefallener Baum ist wohl auch die Ursache für einen großflächigen Stromausfall in Teilen des südlichen Stadtgebietes. In der Bauerschaft Wöste war dieser auf eine Leitung gefallen, und danach gab es eine Art Kettenreaktion und weitere Trafostationen waren zumindest kurzzeitig außer Betrieb. Mit Hochdruck waren die Techniker der Stadtwerke im Einsatz, um nach und nach die betroffenen Bereiche wieder ans Netz zu nehmen. Das bereits fünfte Hochwasser seit der Kirmes hat wieder weite Teile der Emsauen und angrenzender Bereiche überschwemmt.
Der Emspegel bei Einen wies am Freitagmittag einen Wert von rund 4,10 Metern aus und hatte damit den sogenannten Informationswert 1 überschritten. Das ist quasi eine Vorwarnstufe, bei der bereits erste Maßnahmen ergriffen werden. Die positive Nachricht: Ab diesem Zeitpunkt flachte die Kurve deutlich ab, allerdings gehen die Experten von weiteren Niederschlägen in den nächsten Tagen und damit von einem nochmaligen Anstieg aus. Nach Angaben der Stadt wird die weitere Entwicklung genau beobachtet, um reagieren zu können.
Bericht: wn.de