Der Höchststand des Weihnachtshochwassers, als am 26. Dezember am Einener Pegel 4,56 Meter abgelesen wurden, ist zwar noch nicht erreicht, doch der Wasserstand der Ems steigt nach den starken Regenfällen am Dienstag weiter an. Wurden in Einen am Dienstagmorgen um 7 Uhr noch 2,72 Meter gemessen, so waren es 24 Stunden später bereits  3,84 Meter - Tendenz steigend.

Dass die Ems wieder deutlich mehr Wasser in Richtung Nordsee befördert als noch zum Jahreswechsel ist im Bereich Planwiese, Dümmert-Park und Christoph-Bernsmeyer-Haus nicht zu übersehen. Auf Wegen entlang des Flusses, die am Montag schon wieder begehbar waren, heißt es wieder "Land unter". An der Brücke im Dümmert-Park sammeln sich Berge von  Treibgut. Nicht nur Bretter und Flaschen sind dort angelandet, sondern sogar auch ein Sessel.

Mobile Pegel und Brückenkontrolle

Wegen der sich erneut verschärfenden Lage ist der Krisenstab im Rathaus wieder aktiv. "Mindestens für die nächsten 48 Stunden", berichtete Ordnungsamtsleiterin Tatjana Hansen am Mittwochmorgen. Auch die Feuerwehr hat ihren Bereitschaftsdienst wieder eingerichtet. Der Krisenstab hat erneut das THW angefordert, das gebeten wurde, noch einmal die mobilen Pegel vor Telgte sowie vor und hinter dem Bernsmeyer-Haus zu installieren. Außerdem sollen die THW-Helfer die Brücken im Stadtgebiet kontrollieren und möglicherweise sich sammelndes Treibgut entfernen.

Zudem werden wieder Drohnenaufnahmen von den Überschwemmungsgebieten gemacht, "um daraus hinterher ableiten zu können, wo wir den Hochwasserschutz noch verbessern können", so Tatjana Hansen.

Schlechte Wetterprognose

Im Kontakt ist der Krisenstab auch mit dem Deutschen Wetterdienst, um die neuesten Wetterdaten und Prognosen zu erhalten, wann zu erwarten ist, dass die Wasserstände sinken. „Die Vorhersage ist schlechter als erhofft“, berichtet die Ordnungsamtsleiterin. Bis Freitag seien nun Regenschauer angesagt. „Bis Donnerstagmittag sollen noch einmal zehn bis 20 Liter Regenwasser runterkommen.“ Deshalb werde nun überlegt, welche Strukturen noch zusätzlich hochgefahren werden müssen.

Abgesagt hat die Stadtverwaltung wegen der aktuellen Hochwassersituation auch den Wochenmarkt, der eigentlich am Donnerstagmorgen auf dem Parkdeck hinter dem Rathaus oberhalb der Ems stattfinden sollte.

Tatjana Hansen weist darauf hin, dass sich Bürger im Falle eines Pumpenausfalls unter 112  an die Feuerwehr wenden können, die dann den heimischen Keller auspumpt.

 

Bericht: wn.de