Feuer verstehen statt sich fürchten
Feuer fasziniert Kinder. Genau darin liegt die Gefahr: Wer nie gelernt hat, was ein Feuer anrichtet, probiert es irgendwann heimlich aus. Und wer im Ernstfall nicht weiß, was zu tun ist, erstarrt oder versteckt sich – ausgerechnet dann, wenn es auf Sekunden ankommt.
Brandschutzerziehung setzt deshalb nicht auf Abschreckung, sondern auf Verstehen. Wir erklären altersgerecht, wie schnell ein Brand entsteht, warum der Rauch das eigentliche Risiko ist und wie man sich selbst in Sicherheit bringt. Dabei darf gefragt, angefasst und ausprobiert werden – das bleibt hängen, ein Vortrag nicht.
Wir kommen dafür in Kindergärten, Schulen und Einrichtungen in Telgte und Westbevern.
Was die Kinder lernen
- Wie ein Feuer entsteht – und wie schnell aus einer Flamme ein Zimmerbrand wird
- Warum der Rauch gefährlicher ist als die Flammen
- Was der Rauchmelder meldet und was man dann sofort tut
- Wie man den Notruf 112 absetzt und was die Leitstelle wissen muss
- Wie man ein Gebäude verlässt und wo sich draußen alle treffen
- Dass hinter der Atemschutzmaske ein ganz normaler Mensch steckt
Der letzte Punkt ist wichtiger, als er klingt. Unter Atemschutz sieht eine Einsatzkraft fremd aus und klingt fremd – schwerer Atem, dunkle Maske, kein erkennbares Gesicht. Kinder, die das einmal in Ruhe erlebt und angefasst haben, verstecken sich im Ernstfall nicht davor.
Häufige Fragen
Der Schwerpunkt liegt bei Vorschulkindern im Kindergarten und bei Grundschulklassen – in diesem Alter sitzen die Grundlagen am besten. Für ältere Schülerinnen und Schüler, für Elternabende oder für Einrichtungen stimmen wir die Inhalte auf die Gruppe ab. Sprechen Sie uns einfach an.
Wir fangen mit einem Gespräch an: Was wisst ihr schon, was habt ihr vielleicht schon erlebt? Danach zeigen wir Ausrüstung zum Anfassen, führen vor, wie eine Einsatzkraft unter Atemschutz aussieht und klingt, und üben gemeinsam den Notruf. Zum Schluss bleibt Zeit für Fragen – davon kommen erfahrungsgemäß viele.
Beides ist möglich. In der Regel kommen wir in den Kindergarten oder die Schule, auf Wunsch auch mit einem Fahrzeug. Ein Besuch im Gerätehaus lässt sich ebenfalls einrichten.
Nichts. Brandschutzerziehung gehört zum Auftrag der Feuerwehr und ist für Einrichtungen in Telgte und Westbevern kostenfrei.
Über den Ansprechpartner weiter unten auf dieser Seite. Planen Sie etwas Vorlauf ein: Wir sind eine Freiwillige Feuerwehr – die Termine müssen sich mit Beruf und Familie der Beteiligten vertragen.
Rauchmelder in jedem Schlafraum und im Flur, regelmäßig geprüft – das ist die wirksamste Einzelmaßnahme. Darüber hinaus hilft es, einmal gemeinsam durchzuspielen, wie alle im Ernstfall aus der Wohnung kommen und wo man sich draußen trifft. Feuerzeuge und Streichhölzer gehören außer Reichweite.
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