Sinkende Pegel sorgen für Erleichterung
Seit der Nacht zu Donnerstag sinken in Telgte die Ems-Pegel. Die Erleichterung beim Krisenstab ist groß. Sorgen bereitet noch das an den Brücken anlandende Treibgut.
Aufatmen bei den Anwohnern der gefährdeten Häuser an der Ems, beim Krisenstab, bei der Feuerwehr und dem THW, überhaupt bei allen Helfern, die sich am erneuten Kampf gegen das Hochwasser beteiligt haben. Nachdem der Ems-Pegel in Einen am Mittwochabend die Vier-Meter-Marke geknackt hatte, sank der Wasserstand im Laufe der Nacht kontinuierlich. Am Donnerstagmorgen um 8 Uhr wurde ein Pegelstand von 3,86 abgelesen – Tendenz weiter fallend.
„Ich bin so dankbar“, sagte eine erleichterte Tatjana Hansen. Die Ordnungsamtsleiterin freute sich insbesondere für die Ehrenamtlichen von der Feuerwehr, dass diese nun zur Ruhe kommen können. Nach dem Weihnachtshochwasser hatten die Kameradinnen und Kameraden auch nun wieder viele Stunden ehrenamtlich geleistet.
Der Krisenstab werde nun nicht mehr benötigt, berichtete Tatjana Hansen. Für den Mittag wurde eine Lagebesprechung zusammen mit der Feuerwehr angesetzt. Zudem wurde eine Begehung zusammen mit Vertretern von Bezirksregierung, Ordnungsamt, Bauamt, Feuerwehr und THW durchgeführt. Dabei ging es in erster Linie darum, abzustimmen, wie das angespülte Treibgut beseitigt werden kann. Neben Holz und Baumstämmen war unter anderem auch ein Floß aufgetaucht, das es zu bergen galt. „Es geht darum, Brückenschäden zu vermeiden“, so die Ordnungsamtsleiterin.
Weil der Krisenstab nicht vorhersehen konnte, wie hoch das Wasser diesmal steigen würde, war für die Nacht zum Donnerstag vorsorglich ein Notstromaggregat in die Herrenstraße transportiert worden, für den Fall, dass dort der Strom ausfallen oder abgeschaltet werden müsste. Das Gerät kam aber nicht zum Einsatz.
Am Donnerstagmorgen musste die Feuerwehr nach einer ansonsten ruhigen Nacht noch einmal in einem Haus einen Keller leerpumpen, weil die Grundwasserpumpe ausgefallen war.
Laut Wettervorhersage soll es ab dem Wochenende erst einmal nicht mehr regnen. Wenn das Hochwasser dann abgeflossen ist, werden sich die Mitarbeiter des Baubetriebshofes auf den Weg machen, um die entstandenen Schäden aufzunehmen und wenn möglich schnellstens zu beseitigen.
Bericht: wn.de