Dass nicht immer alles hundertprozentig nach Lehrbuch lief, war der Tatsache geschuldet, dass die Ehrenamtlichen einige Neuerungen ausprobierten. Unter anderem kam ein 30 000 Liter fassendes Güllefass des Lohnunternehmens Rüter zum Einsatz, um genügend Wasser an die Einsatzstelle auf dem Hof Everwin zu transportieren. Denn die Übungslage sah vor, dass der Angelteich in der Nähe des Hofes aufgrund der Hitze ausgetrocknet war.
Beim Absaugen aus dem Pufferbecken allerdings verstopfte das Pumpensieb, da Pflanzenreste im Fass waren. „An der einen oder anderen Stelle muss noch Feintuning erfolgen“, so Huesmann.
Die Übung ausgearbeitet hatte Joachim Pupkes. Die angenommene Lage war, dass es bei Arbeiten in einer Scheune zu einem Feuer kam. Drei Personen wurden in dem Gebäude vermisst. Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge drang dicker Rauch aus der Scheune. Um die Übung noch realistischer zu gestalten, mimten Mitglieder des DRK-Ortsvereins Telgte die Verletzten. Eine Person schrie wild gestikulierend.
Während sich ein Teil der Wehr um die Menschenrettung kümmerte, wurde parallel dazu die Wasserversorgung aufgebaut. Zahlreiche Gäste, darunter auch Ratsmitglieder, verfolgten die Übung.
Bild und Text: Andreas Große Hüttmann, WN

