Ende 2023 soll das neue, 4,5 Millionen Euro teure Feuerwehrgerätehaus an der Grevener Straße in Westbevern fertig sein. Am Donnerstagmorgen fand der erste Spatenstich statt. Gleichzeitig wurden aber bereits die Betonplatte gegossen und ein riesiger Löschwassertank versenkt.
"Die Feuerwehr freut sich ungemein auf das neue Gerätehaus. Auch wenn wir viel Geduld gebraucht haben", sagte Wehrführer Lutz Mahler am Donnerstagmorgen beim offiziellen ersten Spatenstich auf der Baustelle an der Grevener Straße, wo das neue Feuerwehrgerätehaus errichtet wird. "Das ist ein wichtiger Baustein, um den abwehrenden Brandschutz gewährleisten zu können." Durch die neue Wache werde "ein Mehr an Sicherheit für die Bürger" geschaffen, betonte Kämmerer Stephan Herzig für die Stadt.
Von einem ersten Spatenstich konnte allerdings nicht wirklich die Rede sein, denn auf dem Areal wird seit September mächtig gewirkt. Zunächst einmal musste das Grundstück aufgefüllt werden, um aus dem Hochwasserbereich herauszukommen und eine höhengleiche Ausfahrt auf die Grevener Straße zu schaffen. Am Donnerstagmorgen wurde bereits die Betonbodenplatte gegossen. Außerdem schwebte an einem Kran ein 8,40 mal 5,60 mal 3,80 Meter großer 100-Kubikmeter-Löschwassertank ein und wurde im Boden versenkt. Fertiggestellt werden soll die neue Feuerwache Ende 2023. Die Feuerwehr werde dort Weihnachten feiern können, sagte Architekt Dirk Betz von Schnoklake, Betz, Dömer Architekten. Das Büro hatte vor zwei Jahren den Architektenwettbewerb gewonnen und war mit der Umsetzung des Projektes beauftragt worden.
Entstehen wird ein Gebäude mit Schulungs- und Aufenthaltsräumen, einer Werkstatt und Umkleiden. Hinzu kommt eine Fahrzeughalle mit Waschhalle. Fünf Fahrzeuge finden dort Platz. Die gesamte Wache wird in Holzbauweise errichtet. "Da sind wir federführend in Deutschland. Es ist eine der ersten dieser Art", sagte Betz. "Alles ist auf Nachhaltigkeit getrimmt." Das Gründach, die Regenwasserversickerung und die Luftwärmepumpe sind nur zwei Punkte, die ihren Beitrag dazu leisten. Für die gesamten Freianlagengestaltung zeichnet Reiner Thiel vom Büro Schupp + Thiel Landschaftsarchitektur verantwortlich.
Die Kosten liegen bei 4,5 Millionen Euro, berichtet Carolin Tettenborn, die als Architektin im städtischen Gebäudemanagement diese Baumaßnahme von Seiten der Stadt betreut.
Text und Bild: wn.de

