Es war ein Umzug im Stillen, dennoch mit einigem Aufsehen und ganz ohne Tränen des Abschieds: In einem geschlossenen Konvoi hat die Freiwillige Feuerwehr am Montagabend ihre Fahrzeuge zum neuen Standort an der Alverskirchener Straße überführt. Noch am Abend konnte Wehrführer Alfons Huesmann den Löschzug Telgte einsatzbereit melden.
Ab sofort rückt die Masse der Löschfahrzeuge von der neuen Wache aus. Das Gerätehaus an der Ritterstraße hat damit aber keineswegs ausgedient: Es wird weiterhin als Nord-Standort genutzt, bis der Weg für einen Neubau nördlich der Bahn frei ist.
Beim letzten Antreten vor dem Alt-Standort weinte keiner der Feuerwehrkameraden dem alten Gebäude eine Träne hinterher. „Bereits 1990 wurde im sogenannten Konzept 2000 die Bedeutung einer Wache südlich der Bahn unterstrichen und gefordert“, erinnerte Huesmann in einer kurzen Rede. Erst 2003 habe das Thema, bedingt durch den Brandschutzbedarfsplan, wieder langsam Fahrt aufgenommen. „Die lange Zeit des Wartens ist endlich vorbei“, so Huesmann.
Im Konvoi, angeführt von den Löschzugführern Udo Bubbel und Carsten Einhoff im Einsatzleitwagen, fuhr die Wehr anschließend mit Blaulicht – aber natürlich ohne Martinshorn – zur Alverskirchener Straße. Wenige Minuten später konnten die ersten Garagentore geschlossen werden. Nach letzten Arbeiten war die Wehr am späteren Abend wieder endgültig einsatzbereit.
Bürgermeister Wolfgang Pieper, der eigentlich nur ein stiller Beobachter des Umzugs sein wollte, sprach auf Drängen von Huesmann zu den Feuerwehrleuten. „Es ist in den vergangenen Monaten viel über die Größe der neuen Wache diskutiert und spekuliert worden. Mit Blick auf den jetzigen Ist-Zustand frage ich mich vielmehr, wie Ihr das die ganzen Jahre an der Ritterstraße überhaupt ausgehalten und geschafft habt“, sagte er. Deutlich unterstrich er, dass das neue Gebäude den Anforderungen an eine moderne Feuerwehr gerecht werde.
In den nächsten Tagen finden noch Rest-Umzugsarbeiten statt. Offiziell in Betrieb genommen wird das neue Gebäude am 22. August. Einen Tag später wird es einen Tag der offenen Tür geben. Daran beteiligt sich auch die nahe Rettungswache.








