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Föhn löst Brand aus – Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung   

Die unsachgemäße Nutzung eines Föhns hat am Dienstag den Brand in einer Seniorenwohnanlage am Eichenweg ausgelöst. Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet.


Weil eine Bewohnerin wohl einen Föhn unsachgemäß benutzt hat, ist der Brand entstanden. Foto: Bernd Pohlkamp

Durch die unsachgemäße Benutzung eines Föhns ist am frühen Dienstagmorgen (8. Juli)  der Brand in einer Seniorenwohnanlage am Eichenweg entstanden, bei dem drei Bewohner schwerstverletzt wurden. Das hätten die Ermittlungen der Experten der Polizei ergeben, teilte die Pressestelle der Polizei in Warendorf an Anfrage mit. Gegen eine 61-jährige Bewohnerin, die selbst mit schweren Verletzungen im Krankenhaus liegt, werde wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Der Sachschaden wird von der Polizei mit 400.000 Euro beziffert. Die Wohnung im ersten Obergeschoss ist weiter unbewohnbar. Das Ordnungsamt hatte sich den ganzen Tag über um die Unterbringung der Hausbewohner gekümmert, die wegen der Schäden an anderer Stelle eine Bleibe finden mussten.

Ordnungsamt im Dauereinsatz

Ein Bewohner konnte im Laufe des Dienstags wieder in seine Wohnung zurückkehren, da diese innerhalb des Gebäudes vor der Brandschutztür liegt, berichtet das Ordnungsamt. Weitere Bewohner wurden in einer städtischen Unterkunft in der Daniel-Fahrenheit-Straße 2 untergebracht. Eine Erstausstattung mit Kleidung konnte durch die Kleiderkammer gewährleistet werden. Nötigste Haushaltsgegenstände wurden seitens des Hausmeisterteams „Asyl“ bereitgestellt.

Eine Bedarfsgemeinschaft – bestehend aus einem Rollstuhlfahrer und dessen Partnerin beziehungsweise Pflegerin – konnte nach Angaben des Ordnungsamtes in Ostbevern in einer rollstuhlgerechten Unterkunft untergebracht werden.

Eine Person, die zwischenzeitlich aus dem Krankenhaus entlassen worden sei, sei privat untergebracht worden. Ein weiterer Bewohner habe sich ebenfalls privat eine Unterkunft organisiert. Zwei weitere Personen befanden sich am Dienstagabend noch im Krankenhaus.

Einsatz durch Falschparker behindert

Die Stadt Telgte und die Feuerwehr berichten in ihrer Nachbetrachtung des Einsatzes von einem Ärgernis: Durch falsch parkende Fahrzeuge, war der Zugang mit der Drehleiter sehr schwierig. Einsatzleiter Casten Einhoff sagt: „Außerdem war der Hydrant zugeparkt, wir mussten also eine deutlich längere Schlauchleitung verwenden, um an Wasser zu kommen.“

 

Foto und Text: wn.de

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