Die Freiwillige Feuerwehr Telgte hat eine neue Drehleiter. Das in Karlsruhe individuell für Telgte angefertigte Hubrettungsfahrzeug ersetzt die 27 Jahre alte Drehleiter, die bei einer technischen Überprüfung als nicht mehr einsatzfähig eingestuft wurde.
Die offizielle Einsegnung fand am Freitagabend im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Wache an der Alverskirchener Straße statt.
Dank galt allen Beteiligten
Feuerwehr- und Notfallseelsorger Frank Vortmeyer sowie Diakon Thomas Schröder nahmen diese vor. Bürgermeister Wolfgang Pieper bedankte sich beim Rat der Stadt für die Zustimmung und bei den vielen freiwilligen Feuerwehrkameraden für ihren unermüdlichen Einsatz. Auch verwies Pieper auf die hervorragende Zusammenarbeit mit den benachbarten Feuerwehren, die an dieser Einweihung ebenfalls teilnahmen.
Mit dem neuen Fahrzeug ist die Freiwillige Feuerwehr Telgte für die nächsten Jahrzehnte einsatztaktisch und -technisch zukunftsfähig aufgestellt. Insbesondere der 500-Kilo-Korb bietet nunmehr zu rettenden Personen ausreichend Platz und kann auch mit entsprechenden Schwerlasttragen versehen werden.
Zwingend vorgeschrieben
Die neue Drehleiter, das machte Stadtbrandmeister Alfons Huesmann bei der Begrüßung deutlich, sei zwingend für Telgte vorgeschrieben, um einen zweiten Rettungsweg bei höheren Gebäuden sicherzustellen.
Feuerwehrchef Alfons Huesmann bedankte sich beim Stadtrat für die Zustimmung, diese Drehleiter zu beschaffen. Rund 750 000 Euro hat die Stadt Telgte in die Hand genommen. Hersteller der Drehleiter ist die Firma Rosenbauer.
Das Herzstück des neuen Feuerwehrfahrzeuges ist der hoch entwickelte dreh- und schwenkbare Rettungskorb. Die Drehleiter ermöglicht bei notwendigen Einsätzen den zweiten Rettungsweg über die Mindestrettungshöhe von 23 Metern bei zwölf Metern Ausladung.
Ein langer Weg war es, bis die neue DLK 23/12 ihren Platz in der Fahrzeughalle einnehmen konnte. Denn das gesamte Fahrzeug wurde in mühsamer Kleinarbeit nach den Vorstellungen der Freiwilligen Feuerwehr Telgte konzipiert. Auf rund 400 Arbeitsstunden beziffert Löschzugführer Udo Bubbel die Zeit, die die Feuerwehrleute in die Planung investierten. Fachlich beraten wurden die „Architekten“ des Hubrettungsfahrzeuges von Willi Reckert, Branddirektor a. D. bei der Stadt Münster.
Kurz vor Weihnachten, am 20. Dezember, war es endlich soweit: Das Fahrzeug mit der Drehleiter konnten Udo Bubbel und seine Kameraden von der Firma Rosenbauer in Karlsruhe abholen. Ein speziell geschultes Team von insgesamt 25 ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleuten wurden als Drehleitermaschinisten innerhalb der folgenden vier Wochen an dem Fahrzeug ausgebildet. Seit dem 15. Januar ist die DLK 23/12 einsatzbereit.
Text und Foto: wn.de

