Beim Brand eines Wohnwagens auf dem Campingplatz Sonnenwiese wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag eine bisher nicht identifizierte Leiche gefunden. Die Brandstelle wurde durch die Polizei beschlagnahmt. „Bisher liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor“, heißt es in einer ersten Stellungnahme. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern allerdings noch an.
Damit die Ermittler noch einmal intensiv ihrer Arbeit nachgehen können und Spuren nicht beeinträchtigt werden, wurde die Einsatzstelle noch in der Nacht von Mitarbeitern des städtischen Bauhofes mit Bauzäunen und Planen eingezäunt. Mit weiteren Erkenntnissen zur Brandursache rechnet die Polizei in der nächsten Zeit. Die Identifizierung des Toten gestalte sich aber schwierig, da er bis zur Unkenntlichkeit verbrannt sei.
Großaufgebot an Einsatzkräften
Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort, denn die Parzellen auf dem Campingplatz sind teilweise recht klein und dicht bebaut. Nach Angaben von Einsatzleiter Carsten Einhoff wurden 63 Kräfte aus Telgte und Westbevern sowie die sogenannte „Wasserkuh“ aus Ostbevern eingesetzt, denn die Löschwasserversorgung vor Ort sei anfangs schwierig gewesen. Es musste eine umfangreiche Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke aufgebaut werden.
„Zunächst bestand große Gefahr der Ausbreitung auf weitere Parzellen. Bis zum Aufbau der Wasserversorgung wurden benachbarte Parzellen durch eine Riegelstellung erfolgreich geschützt“, zieht der Einsatzleiter eine erste Bilanz. Durch das schnelle und koordinierte Vorgehen aller Kräfte habe verhindert werden können, dass sich der Brand weiter ausgebreitet habe.
Löschwasserversorgung gestaltete sich schwierig
Auf der Parzelle sollen neben dem Wohnwagen, der komplett ausbrannte, noch ein anderer Wohnwagen sowie ein kleiner Schuppen gestanden haben.
Während der Löscharbeiten in den Resten des Wohnwagens wurde dann von den Kräften der Feuerwehr die Leiche gefunden. Sofort, so der Einsatzleiter, seien nicht mehr dringend notwendige Arbeiten an der Einsatzstelle gestoppt worden. Nach dem Abschluss der Spurensicherung, die Kriminalpolizei war vor Ort, und Bergung der Leiche wurde das Brandgut mit Hilfe eines Baggers umgeschichtet und letzte Glutnester abgelöscht.
Nach rund fünf Stunden konnten die Kräfte der Feuerwehr gegen 3 Uhr am Montagmorgen wieder abrücken.
Text und Foto: wn.de

