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Feuerwehr im „Ernteeinsatz“   

Die Freiwillige Feuerwehr war am Wochenende nahezu im Dauereinsatz. Gleich zwei Mähdrescherbrände, ein Landwirt, der fünf Tonnen Weizen verlor, sowie eine Brandmeldeanlage im Altenheim „Maria Rast“, die auslöste, forderten die Wehr.


Bereits am Freitagabend ereignete sich ein Mähdrescherbrand in Raestrup. Auf einem Feld in Höhe der dortigen Tankstelle fing es im Motorraum der Landmaschine an zu brennen. Der Fahrer des Dreschers alarmierte daraufhin die Feuerwehr und versuchte zunächst, die Flammen mit seinem Feuerlöscher in den Griff zu bekommen. 

Die Löschzugmitglieder hatten das Feuer schnell unter Kontrolle. Mit einer Wärmebildkamera untersuchten die Kameraden, ob es noch Hitzeentwicklung oder Glut im Inneren des Fahrzeugs gab - immerhin rauchte das Fahrzeug noch nach. Deshalb mussten die Einsatzkräfte mehrmals nachlöschen. 

Die Feuerwehr vermutet, dass sich der Drescher aufgrund von Überhitzung entflammt hat. Drei Löschfahrzeuge, 15 Einsatzkräfte aus Raestrup und Telgte waren im Einsatz. Ein Rettungswagen war kurzzeitig vor Ort.

Zu einem weiteren Einsatz kam es im Altenheim „Maria Rast“, dort hatte am Samstag die Brandmeldeanlage ausgelöst. Das Ganze stellte sich allerdings als Fehlalarm heraus.

Ein weiterer Brand, der ebenfalls durch einen Mähdrescher ausgelöst wurde, fordert die Feuerwehr am Samstag. In der Westbeverner Bauerschaft Wiewelhook fing eine Landmaschine Flammen. Zwar gelang es dem Fahrer, das Feuer an der Maschine selbst zu löschen, doch in der Zwischenzeit hatten die Flammen bereits auf das Feld übergegriffen. Rund 15000 Quadratmeter - bereits abgeerntete Flächen und Getreide - standen in Flammen. Der Einsatz dauerte lange.

Ebenfalls sehr zeitaufwendig war am Samstagabend gegen 21 Uhr ein weiterer Einsatz für die Wehr. Beim Fahrt zur Genossenschaft im Kiebitzpohl hatte sich aufgrund eines technischen Defektes am Anhänger eines Treckers die Verriegelung gelöst und große Mengen Weizen fielen auf die Straße.

Vom Orkotten-Kreisel bis zum Penny-Markt war die gesamte Fahrbahn mit Körnern bedeckt. Aufgrund eines kurz zuvor niedergegangenen Regenschauers quellte der Weizen auf. Die Folge: Das Ganze wurde zu einer Rutschbahn.

Mit einem mechanischen Kehrbesen des städtischen Bauhofes und einem Gabelstapler der Genossenschaft wurden die fünf Tonnen Getreide aufgefegt und aufgenommen. Anschließend musste die komplette Fahrbahn abgespritzt werden. Bis 0.30 Uhr waren die Helfer im Einsatz.

 

Text und Foto: WN, Andreas Große Hüttmann, Sebastian Bickert

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