Eine Tote sowie sechs Verletzte bei drei Unfällen innerhalb von neun Stunden: Die Mitglieder der Feuerwehr und die Polizei waren am Samstag quasi im Dauereinsatz. Der schwerste Unfall ereignete sich am Samstag gegen 5 Uhr auf der Bundesstraße in Höhe der Kraftfahrerkapelle in Raestrup. Aus bislang ungeklärter Ursache wurde eine 33-jährige Fußgängerin aus Telgte vom Pkw eines 32-jährigen Mannes aus Warendorf, der die B-64 in Richtung Telgte befuhr, erfasst. Die Telgterin verstarb noch an der Unfallstelle.
Zur Ermittlung der Unfallursache wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Münster ein Sachverständiger hinzu gezogen. Die Bundesstraße wurde daraufhin mehr als drei Stunden für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt. Die Feuerwehr Telgte wurde zum Ausleuchten der Einsatzstelle angefordert.
Ein weiteres Mal krachte es um 10.44 Uhr in Raestrup. Dieses Mal in Höhe der Gaststätte Büscher. Nach Polizeiangaben befuhr ein 48-Jähriger aus Steinfurt die B-64 in Richtung Warendorf. Vor ihm befand sich ein 28-jähriger Mann aus Münster mit seinem Fahrzeug. Verkehrsbedingt habe dieser mit seinem Seat in Höhe der Gaststätte anhalten müssen, weil der Fahrer eines vor ihm fahrenden Fahrzeugs nach links abbiegen wollte. Der Steinfurter fuhr nach Ermittlungen der Polizei nahezu ungebremst auf das stehende Fahrzeug auf.
Die beiden Insassen in dem Seat wurden dabei verletzt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus nach Münster gebracht. Die Feuerwehr war mit drei Fahrzeuge und 13 Mann vor Ort, um auslaufende Betriebsstoffe aufzunehmen. Der Sachschaden wird auf rund 2000 Euro geschätzt.
Vier Personen und 16.000 Euro Sachschaden entstanden bei einem weiteren Unfall um 13.50 Uhr auf der Westbeverner Straße in Höhe des Partyhofes Funke. Eine 60-jährige Frau aus Telgte befuhr nach Polizeiangaben mit einem Mercedes die Landstraße in Fahrtrichtung Westbevern. Etwa 50 Meter vor der Einmündung Pöhlen musste sie verkehrsbedingt abbremsen und ihr Fahrzeug anhalten.
Eine nachfolgende 28-jährige Frau aus Münster bemerkte dies offensichtlich zu spät und fuhr mit ihrem Ford auf den Mercedes auf. Bei dem Unfall erlitten die beiden Fahrzeugführerinnen so schwere Verletzungen, dass sie mit einem Rettungswagen in Krankenhäuser nach Münster gebracht werden mussten. Im Fahrzeug der 28-Jährigen befanden sich ein wenige Wochen alter Säugling und ein fünf Jahre altes Mädchen. Beide Kinder wurden zur ärztlichen Beobachtung ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.
Neben der Feuerwehr waren wegen der zahlreichen Unfallbeteiligten vier Rettungswagen, zwei Notärzte sowie der leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst vor Ort. Die Landesstraße war rund anderthalb Stunden gesperrt.










