Fachwissen, Einsatzbereitschaft, rasches Handeln und die Beherrschung der Technik: Alles das bewiesen rund 50 Feuerwehrleute am Montagabend bei einer großen Frühjahrsübung auf dem Hof Schulze Topphoff. Die Löschzüge aus Telgte und Westbevern sowie die Löschgruppe Raestrup zeigten, dass sie für den Ernstfall gewappnet sind. Stadtbrandmeister Alfons Huesmann lobte am Ende seine Mannen: „Der gesamte Einsatz, speziell die Zusammenarbeit, ist gut gelaufen.“ Zudem machte er deutlich, welchen Stellenwert solche Übungen für die Wehr haben. „Nur durch das praktische Tun kann sich vieles festigen.“ Er freute sich, dass zahlreiche Interessierte das Ganze verfolgten.
Mit sämtlichen Fahrzeugen waren die Ehrenamtlichen angerückt, um den Übungsbrand zu löschen. Unterstützt wurden sie dabei vom Deutschen Roten Kreuz, das die Versorgung von „Verletzten“ übernahm.
Das von Klaus Schulte und Siegfried Niemann entworfene Szenario hatte als Schwerpunkt die klassische Brandbekämpfung. Die Lage: Vier Jugendliche hatten auf dem Heuboden einer Scheune gezündelt und dabei Feuer entfacht. Sie zu bergen und unversehrt aus ihrer Lage zu befreien hatte Priorität. Vier Trupps – ausgerüstet mit Atemschutz – übernahmen diesen Teil. Parallel dazu wurde die Wasserversorgung aufgebaut, und die Brandbekämpfung eingeleitet. Aus fünf Stahlrohren schoss das Wasser in die imaginären Flammen, rund 2500 Liter in der Minute. Siegfried Niemann erläuterte über Lautsprecher die Details für die zahlreichen Zuschauer.
„Uns hat das Mitmachen Spaß gemacht“, war André Hemker, Mitglied der Jugendgruppe der Feuerwehr Westbevern, die die Opfer mimte, sehr angetan von seinem ersten großen Einsatz bei der Gesamtwehr.


