Was ist als Erstes zu tun, wer ist zu informieren oder für eine fundierte Entscheidung zu involvieren und welche Handlungsschritte sind in welcher Reihenfolge abzuarbeiten: Keine einfache Aufgabe hatten am Freitag die Fachbereichsleiter, Bürgermeister Wolfgang Pieper und andere Mitarbeiter der Verwaltung zu absolvieren. Denn zum ersten Mal gab es im Rathaus eine Übung des sogenannten Stabes für außergewöhnliche Ereignisse, der in den Kommunen beispielsweise im Katastrophenschutzfall einzurichten ist.

Carsten Einhoff und Benjamin Schürholt von der Telgter Feuerwehr hatten das Szenario organisiert und dabei – wie sich im Verlaufe der nächsten Stunden herausstellte – so mache Überraschung eingebaut. Dazu hatte sich ein Stab der Feuerwehr formiert, der immer neue Akzente setzte und Aufgaben platzierte.

Fachmann zurate gezogen

Zur Übung: Angenommenes Ereignis war eine Trinkwasserverunreinigung. Mehrfach hatten Einwohner von Geruchs- und Geschmacksveränderungen berichtet. Unter Leitung von Bürgermeister Wolfgang Pieper und von Ordnungsamtsleiterin Tatjana Hansen beschäftigte sich der Krisenstab mit dem Thema. So wurde beispielsweise ein Fachmann der Stadtwerke Ostmünsterland zurate gezogen, zudem der Bauhof in Alarmbereitschaft versetzt.

Das hatte unter anderem den Grund, dass Trinkwasser vorübergehend nicht mehr über das Leitungssystem kam, sondern beispielsweise durch Wasserausgabestellen öffentlich zugänglich gemacht werden musste. Um aus der Übung und dem Vorgehen zu lernen, hatten die Übungsorganisatoren ehrenamtlich Dr. Stephan Vogt gewinnen können. Der ist nicht nur bei der Telgter Feuerwehr engagiert, sondern hat auch hauptberuflich mit Wehren zu tun. Er schaute den Handelnden über die Schulter und analysierte ihre Schritte. Denn, dieses Ziel verfolgten alle, über eine solche Übung sollen Abläufe optimiert werden.

 

Bericht: wn.de