Vermisste Person in vernebelter Halle
Zwischen brennendem Container, dichter Rauchentwicklung und einem simulierten schweren Unfall zeigten Feuerwehren aus Telgte, Ostbevern und Everswinkel in Alverskirchen eindrucksvoll, wie eingespielt und professionell die Wehren zusammenarbeiten.
Ein imposantes Bild bot sich in dieser Woche auf dem Parkplatz im Gewerbegebiet Kleikamp in Alverskirchen: Soweit das Auge reichte, standen rote Feuerwehrfahrzeuge dicht an dicht. Schnell hätte man meinen können, es handle sich um ein Großschadensereignis.
Tatsächlich jedoch fand dort eine großangelegte Gemeinschaftsübung der Feuerwehren aus dem TEO-Verbund – Telgte, Everswinkel und Ostbevern – statt, heißt es in einer Presseinformation der Feuerwehr. Rund 100 Kameradinnen und Kameraden nahmen an der Übung teil, die vom Zugführer des Löschzuges Alverskirchen, Alexander Wiesmann, sowie seinem Stellvertreter Frederik Schröder ausgearbeitet und vorbereitet worden war.
Seecontainer in Brand geraten
Das Szenario hatte es in sich: In einer großen Halle mit mehreren Seecontainern war ein Container in Brand geraten, zudem galt eine Person als vermisst. Besonders die Menschenrettung unter Atemschutz stellte die Einsatzkräfte vor Herausforderungen. Die dicht stehenden Container sowie die schlechte Sicht erschwerten die Suche erheblich. Aufgrund der langen Einsatzdauer musste ein Atemschutztrupp sogar ausgetauscht werden, bevor die vermisste Person gefunden werden konnte.
Zeitgleich kümmerten sich weitere Kräfte auf der Rückseite der Halle um die Brandbekämpfung. Parallel wurde eine umfangreiche Wasserversorgung durch die Löschwasserkomponente aufgebaut. Zudem brachte die Feuerwehr eine Drehleiter in Stellung. Sämtliche Maßnahmen mussten eng koordiniert werden – eine Aufgabe, die die drei Wehren dank ihrer langjährigen Zusammenarbeit souverän meisterten, teilt die Feuerwehr weiter mit.
Verkehrsunfall während des laufenden Einsatzes
Um die Übung noch realistischer zu gestalten, wurde während des laufenden Einsatzes zusätzlich ein schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person simuliert. Sofort mussten weitere Einsatzkräfte zusammengestellt werden, um die verletzte Person aus dem Fahrzeug zu retten. Auch diese Aufgabe wurde dank der eingespielten Zusammenarbeit schnell und präzise bewältigt.
Natürlich zeigten sich während der Übung auch kleinere Reibungspunkte. Diese wurden jedoch direkt von den Führungskräften erkannt und in einer kurzen Nachbesprechung analysiert, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Alexander Wiesmann zeigte sich im Anschluss zufrieden mit dem Verlauf der Übung: „Man merkt schon, dass sich die Kameradinnen und Kameraden über Jahre kennen und bereits viele Einsätze und Übungen gemeinsam absolviert haben“, betonte er.
Nach dem Aufräumen und dem Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge klang der Abend in geselliger Runde aus. Bei einem kleinen Imbiss, kühlen Getränken und vielen Gesprächen ließen die Einsatzkräfte den erfolgreichen Übungsabend gemeinsam ausklingen.
Bericht: wn.de