n Marsberg im Hochsauerlandkreis brennt ein riesiges Waldstück. Mittendrin sind Feuerwehrleute aus Telgte und Westbevern, die im Rahmen der überörtlichen Hilfe vor Ort im Einsatz sind. Die Einsatzkräfte aus der Emsstadt gehören zur fünften Bereitschaft des Kreises Warendorf, die am Donnerstagabend alarmiert wurde. Insgesamt rund 140 Feuerwehrleute fuhren in einem langen Konvoi nach Marsberg und nahmen umgehend ihre Arbeit auf.

Mit einem Löschfahrzeug, das die Feuerwehr Ostbevern stellte, zwei Mannschaftstransportern und einem Pkw rückten die Telgter und Westbeverner aus. Vor Ort erwartete sie ein Einsatz, der den Ehrenamtlichen viel abverlangt: Hitze, Rauch, steile Hänge und schwer zugängliche Waldstücke erfordern Kraft und Koordination. Löschzugführer Nicolas Kreienbäumer beschreibt die Lage als extrem fordernd. Die Feuerwehrleute arbeiten jeweils zwölf Stunden am Stück, bevor sie durch frische Kräfte aus Telgte und Westbevern abgelöst werden. „Nach zwölf Stunden Dauereinsatz sind die Kameradinnen und Kameraden fertig und brauchen erst wieder eine längere Pause“, sagt Kreienbäumer. Auch wenn der Brand inzwischen weitgehend unter Kontrolle ist, gehen die Telgter und Westbeverner davon aus, dass sie auch am Samstag weiterhin im Einsatz sein könnten.

Glutnester erschweren Arbeit

Die Verwaltung des Hochsauerlandkreises berichtet, dass rund 100 Hektar Wald- und Freifläche betroffen seien. Das Feuer sei zunächst auf einem fünf Hektar großen Feld ausgebrochen und habe anschließend auf ein benachbartes Waldstück übergegriffen, in dem es an vielen Stellen zwar nicht mehr brennt, allerdings weiterhin zahlreiche Glutnester sind, die sukzessive abgelöscht werden müssen. Rund 400 Rettungskräfte sind im Hochsauerlandkreis im Einsatz – Feuerwehren aus ganz NRW, das DRK, die Polizei und der Rettungsdienst arbeiten dort Hand in Hand.

Für Telgte und Westbevern war die Koordination des Einsatzes eine besondere Herausforderung. Viele Feuerwehrleute befinden sich derzeit in den Ferien, gleichzeitig muss der Grundschutz jederzeit gewährleistet bleiben. Das Zusammenstellen der Einsatzkräfte erforderte daher eine präzise Abstimmung – ein Balanceakt zwischen überregionaler Hilfe und lokaler Sicherheit.

 

Text: wn.de, Bilder: Feuerwehr Telgte