Support im Einsatz: Telgte und Westbevern stellen sich breiter auf
Die Feuerwehr in Telgte und Westbevern stärkt ihre Unterstützungseinheiten. Ob Verpflegung, Logistik oder Hilfe bei Großlagen: Immer mehr Engagierte übernehmen Aufgaben, die für die Einsatzbereitschaft entscheidend sind.
Die Feuerwehr baut ihre Unterstützungseinheiten weiter aus. Während im Löschzug Westbevern im vergangenen Jahr offiziell eine solche Einheit gegründet wurde, gibt es im Löschzug Telgte bereits seit längerer Zeit Engagierte, die diese Aufgabe übernehmen.
Die Unterstützungseinheit richtet sich an Feuerwehrangehörige, die aus persönlichen oder altersbedingten Gründen nicht mehr am aktiven Einsatzdienst teilnehmen können. Zugleich steht sie auch Bürgerinnen und Bürgern offen, die ohne feuerwehrtechnische Ausbildung einen Beitrag leisten möchten. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: von organisatorischen Aufgaben über die Verpflegung der Einsatzkräfte bis hin zur Unterstützung bei Veranstaltungen oder der Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen. Ein fester Bestandteil der Arbeit ist die Versorgung der aktiven Kräfte. So kümmern sich Mitglieder der Unterstützungseinheit im Löschzug Telgte nach nahezu jedem Übungsabend um die Verpflegung der Mannschaft.
Versorgung der Kräfte
Auch bei Veranstaltungen wie Fahrzeugübergaben, Tagen der offenen Tür, Ausflügen oder Familientagen übernehmen sie wichtige Aufgaben im Hintergrund. Im Einsatzfall wird ihre Hilfe ebenfalls regelmäßig benötigt – etwa beim Nachführen von Material oder bei der Versorgung der Einsatzkräfte während längerer Einsätze. Für diese Zwecke kann die Unterstützungseinheit über die Leitstelle per spezieller Handy-App alarmiert werden. Die Alarmierung erfolgt auf Anforderung des Einsatzleiters.
Ihre erste Bewährungsprobe erlebten die Mitglieder der Westbeverner Einheit bei einem tragischen Einsatz an einer Windkraftanlage zwischen Westbevern und Brock im Februar dieses Jahres. Bei eisigen Temperaturen versorgten sie die Einsatzkräfte über mehrere Stunden hinweg mit Heißgetränken und brachten diese direkt an die Einsatzstelle. Nach Abschluss des kräftezehrenden Einsatzes wurden die Feuerwehrleute – darunter auch Höhenretter aus Dortmund, Gütersloh und Lengerich – im Feuerwehrhaus zusätzlich mit einem warmen Snack gestärkt.
Hilfe bei größeren Einsätzen
Für größere Einsatzlagen, wie zuletzt beim Ems-Hochwasser zum Jahreswechsel 2023/24, soll die Verpflegung künftig zentral über das Feuerwehrgerätehaus in Westbevern organisiert werden. Bereits bei der Planung des neuen Gebäudes wurde auf eine geeignete Infrastruktur geachtet: Küche, Kühlraum und Lagermöglichkeiten sind vorhanden.
Die Unterstützungseinheiten aus Telgte und Westbevern arbeiten dabei eng zusammen. Um jederzeit einsatzbereit zu sein, wurden spezielle Gerichte ausgewählt, deren Zutaten langfristig gelagert werden können. Zudem laufen Gespräche mit Einzelhändlern, um auch außerhalb regulärer Öffnungszeiten Lebensmittel beziehen zu können. Auch die Ausstattung der Unterstützungseinheiten wurde gezielt verbessert. Dank großzügiger Spenden der Firmen Bergmann, Münstermann und Winkhaus konnten die Mitglieder mit persönlicher Schutzausrüstung wie Wetterschutzjacken, Sicherheitsschuhen und T-Shirts ausgestattet werden. Weitere Ausrüstung stellt die Stadt Telgte bereit.
Aktuell engagieren sich in Westbevern zehn und in Telgte vier Kameradinnen und Kameraden in den Unterstützungseinheiten – ein nach Angaben der Wehr wichtiger Beitrag für die Einsatzbereitschaft und das Miteinander in der Feuerwehr.
Bericht: wn.de