Nachhaltiges Schutzkonzept in Arbeit
Sobald es ein paar Tage regnet und der Emspegel zu steigen beginnt, haben viele Bürger Angst, dass sich das extreme Hochwasser des Weihnachtsfestes 2023 wiederholen könnte. Noch sind nicht viele Maßnahmen ergriffen worden, um dieses zu vermeiden. Doch ein Schutzkonzept ist in Arbeit.
Um Weihnachten und Silvester vergangenen Jahres hielt ein extremes Ems-Hochwasser die Stadt Telgte in Atem. Häuser wurden geflutet. Die Rettungskräfte bauten Dämme und halfen, wo es ging. Teils bis zur völligen Erschöpfung. Trotzdem entstanden große Schäden.
Schnell wurde Rufe laut, dass der Hochwasserschutz gerade im Innenstadtbereich dringend verbessert werden muss. Und das möglichst schnell. Jetzt hat sich die Stadtverwaltung dazu geäußert, wie sie gedenkt, sich der Problematik anzunehmen.
Ein zügiges Handeln ist dringend vonnöten, schließlich stehen der Winter und in der Regel regenreiche Monate vor der Tür. Viele Telgter Bürger machen sich nach den Erfahrungen des vergangenen Jahres bereits Sorgen, sobald es länger regnet und sich der Fluss in seinem Bett breit macht. „Die Stadt beobachtet die Pegelstände sehr genau, so dass bei Bedarf nötig werdende Schutzmaßnahmen – wie beispielsweise das Sperren von Parkplätzen, Straßen oder Wegen – schnell eingeleitet werden können“, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus. „Sandsäcke liegen bereit, die Telgter Feuerwehr und der Baubetriebshof sind gut gerüstet.“
Informationen und Tipps zum Thema Eigenschutz
Im Fall einer eintretenden Hochwasserlage würden die Bürgerinnen und Bürger auf Social Media und über die städtische Website www.telgte.de informiert. Informationen und Tipps zum Thema Eigenschutz bei Hochwasser oder Starkregen geben die Abwasserbetrieb TEO (www.abwasserbetrieb-teo.de) oder die Verbraucherschutzzentrale (www.verbraucherzentrale.de).
Erste Maßnahmen sind bereits ergriffen worden: Die Bezirksregierung hat in diesem Jahr auch in Telgte verschiedene Böschungsbefestigungen entfernt und den Bewuchs zurückgeschnitten, um die Rinnenbreite der Ems zu erhöhen. Darüber hinaus werde derzeit, so die Stadt, von mehreren Akteuren an einem nachhaltigen und langfristigen Hochwasserschutzkonzept gearbeitet. So hat sie eine hydraulische Messung der Ems beauftragt. Auf diese Daten können die Kommunen ab 2026 zugreifen und ihre Hochwasserschutzkonzepte entsprechend anpassen.
Auch der Kreis Warendorf ist aktiv: Dort wird die Einführung einer Software für ein mögliches KI-unterstütztes Hochwassermonitoring geprüft, um frühere Vorwarnung und ein zielgerichtetes Hochwassermanagement möglich zu machen. Weitere Pegelmessstellen sollen eingerichtet und relevante Daten erfasst werden.
Bericht: wn.de