Herausforderung für die Feuerwehr
Bei einer gemeinsamen Übung probten die Mitglieder der Feuerwehren Westbevern und Ostbevern die Zusammenarbeit.
Es war keine leichte Aufgabe, die bei einer gemeinsamen Übung auf die Mitglieder der Löschzüge Westbevern und Ostbevern wartete. Denn aus der angenommenen Lage, ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmter Person, entwickelte sich im weiteren Verlauf ein Übungsszenario, bei dem die Ehrenamtlichen am Ende auch bei der Beseitigung von gefährlichen Stoffen und Gütern gefordert waren.
Die angenommene Lage war, dass Jugendliche mit einem Auto auf einem Privatgelände fuhren und dabei einen Anhänger, auf dem ein Fass mit Ammoniak stand, touchierten. Dadurch verloren sie die Kontrolle über den Pkw. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte das Fahrzeug auf einen Bauschutthaufen. Der Fahrer wurde dabei eingeklemmt.
Durch den vorherigen Aufprall auf den Anhänger war das Fass beschädigt worden und Flüssigkeit trat aus. Die zuerst eintreffenden Hilfeleistungslöschfahrzeuge aus Westbevern und Brock kümmerten sich daher sofort um die weiträumige Absperrung des Unfallortes und um den eingeklemmten Fahrer. Die nachrückenden Einheiten aus Ostbevern und Westbevern, darunter der Gerätewagen Gefahrgut aus der Nachbargemeinde übernahmen die Abdichtung des Fasses, aus dem, so das Szenario, Ammoniak austrat. Daher sicherten sie die Kanalisation mit einem sogenannten Dichtkissen. Die Feuerwehrleute, die dieses übernahmen, mussten dazu Chemikalienschutzanzüge tragen.
„Die Besonderheit bei der Übung war, dass die kompletten Fahrzeugbesatzungen aus allen Löschzügen gemischt wurden. Durch die jahrelange Zusammenarbeit klappte dieses sehr gut“, freute sich Frank Göttker vom Löschzug Westbevern.
Unterstützt wurden die Aktiven durch die Jugendfeuerwehr Westbevern, die sich ebenfalls unter die Mannschaft mischte. Ein Dank der Wehr galt am Ende der Familie Wietkamp, die zum wiederholten Mal ihr Betriebsgelände für die Übung zur Verfügung gestellt hatte.
Das Fazit fiel nach einer kurzen Manöverkritik positiv aus. Organisiert wurde die Übung von Steffen Herte, Jens Hassels, Lukas Wördemann und Frank Göttker.
Bericht: wn.de