Heißer Blick hinter die Kulissen der Feuerwehr
Die Hitze konnte sie nicht schrecken: Zahlreiche Besucher kamen zum Tag der offenen Tür der Feuerwehr. Es gab ein umfangreiches Rahmenprogramm.
Mit Hitze kennen sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr eigentlich gut aus, doch beim Tag der offenen Tür am Sonntag knallte die Sonne ununterbrochen auf den Platz. Selbst eingefleischten Kräften war das fast schon zu viel, Schattenplätze entsprechend heiß begehrt. „Ein paar Grad weniger wären sicherlich schön, aber wir müssen das Wetter nehmen, wie es ist. Wir haben kurzfristig extra einige Pavillons zusätzlich aufgestellt“, sagte Carsten Einhoff, Mitglied der Wehrführung.
Dem Besucherstrom tat die Wärme aber augenscheinlich keinen Abbruch. Bereits vor der eigentlichen Eröffnung kamen die ersten Gäste, und bereits um 12 Uhr bei der ersten Übung war es richtig voll. Zu Beginn zeigte die Jugendfeuerwehr, was sie kann. Die Nachwuchs-Feuerwehrleute demonstrierten, was alles getan werden muss, um einen Pkw aufzubocken, um beispielsweise eine Person unter einem Fahrzeug zu befreien. Bei zwei weiteren Übungen am Nachmittag zeigten Mitglieder der Wehr dann ihr Können. Doch nicht nur zuschauen war dabei angesagt, sondern die Anwesenden wurden auch mit jeder Menge Informationen versorgt. Mitglieder der Feuerwehr kommentierten per Lautsprecher die einzelnen Übungsschritte und gaben Informationen, beispielsweise zu den eingesetzten Fahrzeugen und Geräten.
„Das ist total interessant, nicht nur für die Kinder“, war sich Benjamin Schubert sicher. Er war eigens aus Warendorf gekommen, um zusammen mit seinen beiden Söhnen einen schönen Tag zu verleben. „Das wird dauern“, sagte der Familienvater bereits zu Beginn, denn sämtliche Fahrzeuge wollten seine Kinder besichtigen, zudem alle drei Übungen verfolgen. Vor allem zu Beginn war der Anteil an Familien, die zum Tag der offenen Tür kamen, sehr hoch. Fahrzeuge und Gerät gab es genug zu sehen. Denn neben den Löschfahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr war das Technische Hilfswerk mit mehreren Gerätschaften vertreten, zudem die DLRG Telgte sowie das Deutsche Rote Kreuz.
Kinderbelustigung
Ein umfangreiches Rahmenprogramm sorgte für Abwechslung, speziell beim Nachwuchs. Angefangen von einer Feuerwehr-Hüpfburg über einen Lösch-Simulator bis hin zu Popcorn für die Kleinen wurde eine Menge geboten. „Blasmusik im Spritzenhaus“ sorgte für Unterhaltung bei Kaffee und Kuchen sowie anderen kulinarischen Spezialitäten. Begehrt waren aber auch die Plätze bei Führungen durch das Gerätehaus. Dabei hatten die Anwesenden die Chance, beispielsweise die Umkleiden und die Aufenthaltsräume kennenzulernen und so mehr über die Feuerwehr zu erfahren. „Wir freuen uns sehr, dass so viele Besucher die Gelegenheit wahrgenommen haben, mehr über unsere ehrenamtliche Arbeit zu erfahren“, sagte der stellvertretende Stadtbrandmeister Carsten Einhoff gegen Ende der Veranstaltung.
Bericht: wn.de