Schwer verletzte wurde am Samstagnachmittag in der Nähe des Telgter Ei die Fahrerin eines Kleinwagens bei einem durchaus Aufsehen erregenden Unfall.

Nach Angaben der Polizei war die 64-jährige Telgterin mit ihrem Wagen im Kreisverkehr unterwegs und beabsichtigte, in Richtung Innenstadt weiterzufahren. Dabei verlor sie nach ersten Ermittlungen aus ungeklärter Ursache die Kontrolle über ihr Fahrzeug. „Ihre Korrekturversuche blieben ohne Erfolg, und die Fahrt endete an einer Hauswand im Einmündungsbereich der Wolbecker Straße“, heißt es im Polizeiprotokoll.

Pkw zwischen Stangen verkeilt

Glück im Unglück dabei, dass nicht mehr passierte: Denn der Kleinwagen war nach dem missglückten Fahrmanöver über die Gegenfahrbahn, durch ein Pflanzbeet sowie über den Geh- und Radweg gefahren. Am Ende wurde er an der Hauswand eines Mehrfamilienhauses von einem Baugerüst gestoppt. Dort verkeilte sich der Pkw zwischen den Stangen.

Durch die Wucht des Aufpralls wurden Teile des Gerüsts in der Nähe des Hauseingangs in Mitleidenschaft bezogen, und es bestand anfangs die Gefahr eines Einsturzes. Feuerwehr und Polizei sperrten daher, nachdem die schwer verletzte Pkw-Fahrerin geborgen und vom Rettungsdienst versorgt worden war, den Bereich zwischen Telgter Ei und dem Bahnübergang bei Dartmann weiträumig ab. Einige Zeit ging an dieser Stelle nichts mehr.

Bewohner mussten im Haus bleiben

Das Ganze hatte anfangs auch Auswirkungen auf die Bewohner des Mehrfamilienhauses: Die wurden von den Einsatzkräften aufgefordert, sicherheitshalber im Haus zu bleiben und das Gebäude keinesfalls durch den Eingang zu verlassen. Zwischenzeitlich wurden zudem mögliche Evakuierungsmaßnahmen über die Rückseite des Gebäudes überlegt.

Erleichterung dann bei den Verantwortlichen, als feststand, dass das Gerüst durch den Unfall in seiner Standsicherheit nicht wirklich grundlegend beschädigt worden war. Die Feuerwehr konnte daraufhin nach einiger Zeit wieder einrücken. Die Polizei übernahm die Einsatzstelle und öffnete die Wolbecker Straße wieder für den Autoverkehr.

Bis in die Abendstunden blieb der kombinierte Geh- und Radweg vor Gebäude allerdings gesperrt. Zudem montierten Arbeiter einen Teil des Gerüsts ab, um die Bergung des Pkw zu ermöglichen. Das übernahm später ein Abschleppdienst.

 

Bericht: wn.de