Tropfende Behälter und unbekannte Substanzen, zudem ein immenser Stress – unter solch realistischen Bedingungen probte die Freiwillige Feuerwehr Telgte jetzt den Ernstfall. Bei einer besonderen Einsatzübung trainierten die speziell ausgebildeten Kräfte der Wehr den Umgang mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) – eine körperlich fordernde, aber lebenswichtige Aufgabe im Gefahrguteinsatz.

Das Ziel der Übung war es, die sichere Handhabung der Schutzanzüge zu festigen, die Zusammenarbeit im Trupp zu verbessern und das taktische Vorgehen bei unterschiedlichen Gefahrgut-Szenarien zu üben. Die Übung fand mithilfe einer speziell konzipierten Anlage der Feuerwehr Werl statt, die eine Vielzahl von realitätsnahen Leckagen und Undichtigkeiten simulieren kann.

Die mobile Übungsanlage, die auf einem Abrollbehälter montiert ist, ermöglicht durch ihren großen Wasservorrat einen autarken Betrieb – und damit Übungen nahezu überall. Dank des Wechselladers der Feuerwehr Werl kann die Anlage flexibel und schnell an verschiedene Einsatzorte gebracht werden. In diesem Fall stand sie einen ganzen Tag in Telgte, damit mehrfach verschiedene Situationen geübt werden konnten.

Insgesamt lassen sich über 40 verschiedene Leckagen simulieren – darunter Szenarien mit Tanklastzügen, Kesselwagen und Rohrleitungen aus industriellen Anlagen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Bekämpfung von Gasbränden unter realistischen Bedingungen zu trainieren.

„Solche Übungen sind für unsere Einsatzkräfte von unschätzbarem Wert“, betont ein Sprecher der Feuerwehr Telgte. „Sie ermöglichen es, im Ernstfall schnell, sicher und effektiv zu handeln – und das kann Leben retten.“

 

Bericht: wn.de