Feuerwehrfahrzeug ersteigert statt bestellt
Bei einer Versteigerung des Instituts der Feuerwehr hat die Stadt Glück gehabt und ein gebrauchtes Feuerwehrfahrzeug bekommen. Das soll ein älteres Exemplar ersetzen.
Mit einem deutlich höheren Gebot als zuerst gedacht, hat es am Ende geklappt: Die Stadt Telgte hat bei einer Auktion des Instituts der Feuerwehr in Münster ein gebrauchtes Löschfahrzeug, das für die Ausbildung genutzt wurde, ersteigert. 271.000 Euro hat das Fahrzeug nun gekostet.
Eine stolze Summe, aber nach Angaben von Ordnungsamtsleiterin Tatjana Hansen immer noch deutlich weniger als ein neues Fahrzeug. Die schlagen je nach Ausstattung mindestens mit etwa einer halben Million Euro zu Buche.
Einweihung bei Gerätehaus-Eröffnung
Und mit der Ersteigerung wurde gleichzeitig ein weiteres Problem gelöst. Denn Löschfahrzeuge gibt es nicht von der Stange, sondern sie werden individuell gebaut. Das bedeutet, dass ein solcher Beschaffungsprozess gerne einmal einen längeren Zeitraum von einigen Jahren in Anspruch nehmen kann. Das ersteigerte Fahrzeug wird hingegen sehr zeitnah zur Verfügung stehen und soll bei der Eröffnung des neuen Gerätehauses in Westbevern eingeweiht werden.
Das neue Fahrzeug soll ein in die Jahre gekommenes ersetzen, mit dem bislang die sogenannte Löschgruppe Winkhaus ausrückt. Das Fahrzeug ist dank einer Kooperationsvereinbarung auf dem Gelände des Unternehmens stationiert und wird mit Feuerwehrkräften aus den Reihen der Mitarbeiter besetzt.
Unter die Lupe genommen
Bei dem ersteigerten Fahrzeug handelt es sich um ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20/16 mit einem Aufbau der Firma Schlingmann aus Dissen. Das Fahrzeug wurde mitsamt der feuerwehrtechnischen Beladung veräußert und diente zuvor als Schulungsfahrzeug. „Bezogen auf das Alter, den Kilometerstand (unter 20.000) sowie die Nutzung befindet sich das Fahrzeug in einem guten Gesamtzustand. Es sind lediglich kleinere Gebrauchsspuren vorhanden“, erläutert die Ordnungsamtsleiterin. Das Fahrzeug wurde vor der Versteigerung von den Gerätewarten der Feuerwehr begutachtet und nach Angaben der Verwaltung im Einvernehmen mit einem Feuerwehrsachverständigen als geeignet und wirtschaftlich eingestuft.
Bericht: wn.de