Wenn Jakob Schulze Niehoff über die Freiwillige Feuerwehr Telgte spricht, geht es nicht nur um Einsätze, sondern um Herzblut. Der 19‑Jährige ist seit gut einem Jahr im aktiven Dienst, doch seine Feuerwehrlaufbahn begann schon viel früher. Mit gerade einmal zehn Jahren trat er in die Jugendfeuerwehr ein und verbrachte dort einen Großteil seiner Freizeit.

Der Wunsch, zur Feuerwehr zu gehen, entstand bereits in der Kindheit. Feuerwehrspielzeug gehörte ebenso dazu wie die Geschichten seines Opas, der selbst bei der Wehr war. „Das war schon immer ein Traum von mir“, sagt Schulze Niehoff rückblickend. Heute ist aus diesem Traum ein fester Bestandteil seines Lebens geworden.

Arbeit mit dem Nachwuchs

Besonders wichtig ist ihm die Arbeit mit dem Nachwuchs. Wo immer er kann, hilft er mit – unter anderem als Ausbilder in der Jugendfeuerwehr. Große Einsätze durfte er in seinem ersten Jahr im aktiven Dienst zwar noch nicht miterleben, doch seine schönsten Erinnerungen verbindet er ohnehin mit den gemeinsamen Aktionen und Ausflügen der Jugendfeuerwehr. Kameradschaft, Zusammenhalt und gemeinsame Erlebnisse stehen für ihn dabei im Vordergrund.

Dass sich Feuerwehr, Beruf und Privatleben miteinander vereinbaren lassen, erlebt der junge Feuerwehrmann täglich. Sein Arbeitgeber – er ist bei Münstermann in Westbevern beschäftigt – zeigt großes Verständnis: Wenn der Melder geht, reicht ein kurzer Hinweis – dann darf er los. „Die Feuerwehr nimmt viel Zeit in Anspruch“, sagt Schulze Niehoff, „aber ich mache das sehr gerne und fühle mich hier einfach wohl.“

Mittlerweile ist die Feuerwehr für ihn zu einer Art zweitem Zuhause geworden. Durch die lange Zeit in der Jugendfeuerwehr ist er mit den Menschen und dem Feuerwehrhaus aufgewachsen. „Das fühlt sich einfach richtig an“, sagt er.

Für die Zukunft wünscht sich Jakob Schulze Niehoff vor allem eines: noch mehr Angebote für junge Menschen. Zusätzliche Aktionen für die Jugendfeuerwehr liegen ihm besonders am Herzen. Und allen, die noch überlegen, selbst aktiv zu werden, gibt er einen klaren Rat mit auf den Weg: einfach vorbeischauen und sich die Arbeit der örtlichen Feuerwehr ansehen. „Man merkt schnell, ob es zu einem passt.“

 

Bericht: wn.de