Als Reaktion auf fehlendes Bauland setzt manche Kommune auf die Nachverdichtung ihrer Innenstadt. Einerseits geht dies nicht mit einer weiterer Flächenversiegelung einher, könnte allerdings in anderen Bereichen zu großen Herausforderungen führen. Auf diesen Konflikt wies Ingo Beelmann von der Brandschutzdienststelle der Stadt Beckum im Rahmen der jüngsten Planungsausschusssitzung hin.

Die Nachverdichtung sei oftmals mit dem Aufstocken von Gebäuden verbunden. „Ab und an ändert sich dadurch die Gebäudeklasse.“ Bei der sogenannten Gebäudeklasse 4 sei eine Drehleiter vonnöten – mit entsprechend einzuplanendem Platzbedarf. Die Rede ist hierbei von „Aufstellflächen für die Feuerwehr im öffentlichen Raum“.

Es kann eng werden

Beelmann verwies auf rechtliche Aspekte rund um einen zweiten Rettungsweg. „Eine wunderschöne Altstadt ist auch unheimlich eng“, blickte er konkret auf Telgte. Beelmann gab zu bedenken, dass ein Drehleiterfahrzeug nicht freistehe, sondern Bewegungsfreiheit benötige. „Ich brauche unheimlich viel Platz.“

In Telgtes Altstadt könne etwa über die Genehmigung von Balkonen nachgedacht werden. Dies ermögliche der Feuerwehr einen anderen Rettungszugriff. Jeder Einzelfall müsse geprüft werden, aber das Problem verschärfe sich. Generell empfahl Beelmann den Ausschussmitgliedern, Themen wie die Altstadtbestuhlung genau unter die Lupe zu nehmen und ein detailliertes Konzept für die Stadt zu erarbeiten.

 

Bericht: wn.de