Sommerübung Hof Pröbsting, 04.07.2011
Der Hof Pröbsting steht in Flammen. Rauch tritt aus der großen Scheune aus, in der nicht nur der große Mähdrescher steht, sondern auch drei Vermisste vermutet werden.
Der Mähdrescher hatte sich nach der Arbeit auf dem Feld durch Überhitzung eines Lagers entzündet. Bei Löschversuchen verschwinden der Bauer, sein Sohn und seine Tochter, die zuvor noch die Feuerwehr alarmieren konnte, in den Flammen. Die Löschzüge aus Raestrup, Westbevern und Telgte rücken mit Blaulicht und etwa 15 Einsatzwagen auf das Hofgelände ein und schwärmen sofort aus, um die Vermissten zu retten.
Während sich Kameraden mit Äxten und unter Atemschutz vorsichtig an die Öffnung der riesigen Tore zur Halle machen, steigt hinter der Halle bereits die Drehleiter gen Himmel, von der aus der Brand in der Scheune unter Kontrolle gebracht werden soll.
Die Einsatzleitung koordiniert den Anschluss der zig Schläuche, die wie Schnüre kreuz und quer über das Hofgelände liegen, versucht die unübersichtliche Lage auf Skizzen vom Hofgelände unter Kontrolle zu bringen und kontrolliert per Funkgerät den Verlauf der Löscharbeiten. Dass sich trotz des Flüssiggastanks, der sich hinter der Scheune befindet, keine Panik auf den Gesichtern der etwa 50 Schaulustigen breitmacht, die sich zusammen mit dem echten Hofbesitzer versammelt haben um den Fortgang der Löscharbeiten zu begutachten, liegt nur daran, dass die Rauchschwaden aus einer Nebelmaschine kommen und der abgesetzte Notruf lange geplant war: Willkommen bei der großen Sommerübung der Telgter Feuerwehr.
Etwa 65 Feuerwehrleute waren in voller Montur angetreten, um den Ernstfall der Brandbekämpfung zu simulieren. Das komplexe Szenario, in dem verschiedene Aufgaben wie Menschenrettung, Brandbekämpfung und die Wasserversorgung gelöst werden wollten, wurde im Vorfeld von Ludger Rengers, Ralf Hagedorn und Udo Bubbel erarbeitet. Letzterer zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung: „Die Aufgaben wurden in unserem Sinne gelöst und die Arbeiten wurden zügig abgearbeitet.“ Ein weiteres Lob hatte der Zugführer Bubbel für Familie Pröbsting. „Dass wir hier auf den Hof durften, um unsere Übung durchzuführen, ist schon toll. Das ist längst nicht mehr überall eine Selbstverständlichkeit“, sagte Bubbel.
Nachdem sämtliche Vermissten und Verletzten gerettet sowie die Gerätschaften der Feuerwehr wieder sicher verstaut waren, ließen die Kameraden den Abend, gemeinsam mit den zahlreichen Zuschauern bei kühlen Getränken auf dem Hof Pröbsting ausklingen. Bürgermeister Wolfgang Pieper, der sich unter den zahlreichen Zaungästen befand, und Stadtbrandmeister Alfons Huesmann hoben erneut besonders der Einsatz der vielen freiwilligen Kräfte und der gastgebenden Familie Pröbsting hervor.
Fotos und Text: Lukas Biniossek










