Löschzug Stadt übergibt Bürgermeister gelben Melder, 05.07.2010


Es ist fünf vor zwölf: Das machte die Feuerwehr Bürgermeister Wolfgang Pieper gestern Abend im Anschluß an die Sommerübung der Wehr auf dem Hof Everwin deutlich.


Udo Bubbel und Ulf Schrade, beide Löschzugführer Stadt und Gunnar Schlecht, Mannschaftssprecher der Telgter Kameraden, überreichten ihm einen gelben Melder.

"Auf die Bedeutung der Farbe brauchen wir im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft wohl nicht mehr hinzuweisen", betonten Sie und gingen dann auf die Gründe für diese Aktion ein.

"Unsere Motivation ist mittlerweile genauso desolat wie unser Standort und neigt sich von Tag zu Tag dem Ende zu", betonten sie.

Bei allem Respekt gegenüber den unterschiedlichen Interessen der Telgter Bürger bezüglich des neuen Feuerwehrstandortes ließe sich die Wehr nur ungern in der öffentlichen Diskussion verunglimpfen, hieß es weiter.

Bubbel, Schrade und Schlecht betonten, dass die Freiwillige Feuerwehr eine ehrenamtliche Selbstschutzorganisation von Bürgern für Bürger sei und bleiben solle.

"Sie kann allerdings nur dann funktionieren, wenn die Telgter und ihre gewählten Vertreter, der Rat, sie tragen", erklärten sie.

Deutliche Kritik gab es auch am Verhalten des Rates: Im Einsatz seien die Feuerwehrleute stark gefordert und müssten innerhalb kürzester Zeit weitreichende Entscheidungen treffen - "während der Rat über viele, viele Jahre diskutiert, Beschlüsse fasst und diese wieder verwirft, ohne dem Ergebnis näher zu kommen", monierten die Vertreter der Wehr.

"Ist der Bürger in Not, kommen wir und helfen. Jetzt brennt es bei uns", gaben Sie am Schluss dem Bürgermeister mit auf den Weg.

 

 





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